27
Mai
2025
|
08:57
Europe/Amsterdam

Velux Tageslicht-Tour während Open House Basel 2025

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Frische Luft und Tageslicht sind entscheidend für ein gesundes Innenraumklima. Insbesondere Tageslicht prägt Räume, transformiert sie und beeinflusst das Wohlbefinden von Menschen in Gebäuden massgeblich. Darüber hinaus ist natürliches Licht ein zentraler Faktor unseres zirkadianen Rhythmus. Umso wichtiger ist es daher, Tageslicht als Gestaltungselement einer durchdachten Architektur zu begreifen und frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Das Resultat sind Lebens-, Arbeits- und Wohnräume, die eine Verbindung nach draussen schaffen und mehr Lebensqualität bieten.

In der Schweiz beträgt der Anteil der Personen, die ihr Zuhause als zu dunkel beurteilen, 7,3%. Zum Vergleich: 2019 betrug dieser Anteil noch 5,8%1. Daher ist es wichtig, Tageslicht frühzeitig in die Gebäudeplanung einzubeziehen, um die Vorzüge des natürlichen Lichts möglichst gut zu nutzen. Als offizieller Partner des Open House Basel 2025 organisierte Velux im Rahmen der Veranstaltung zwei geführte Tageslicht-Touren, die unterschiedliche Tageslichtkonzepte in der Architektur erlebbar machen. 

Ein Rundgang durch drei Gebäude in Basel zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie Tageslicht als Schlüsselfaktor genutzt werden kann und wie diese bauliche Haltung umgesetzt wurde: 

Pfarrhaus Elisabethen 
Das Pfarrhaus Elisabethen, ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1867, steht inmitten der Stadt Basel. Das Team von Vécsey*Schmidt Architekt*innen hat sich mit der Sanierung des Gebäudes dessen komplexer Raumaufteilung angenommen und die ursprünglichen Funktionen des Hauses in die Gegenwart überführt. Insbesondere der Dachboden barg aufgrund des natürlichen Lichteinfalls grosses Potenzial für inspirierende Räume und zeigt sich heute als lichtdurchflutetes Büro und Atelier. Was einst ein Ort der Begegnung zwischen der Pfarrfamilie und der Kirchgemeinde war, dient nun für verschiedene Parteien als Raum für kreative Arbeiten. 

Glücklicherweise wurde der Tageslichtzufuhr bereits in den siebziger Jahren viel Wert zugeschrieben und damals Dachflächenfenster installiert, da neue aufgrund denkmalpflegerischer Vorschriften nicht erlaubt gewesen wären. Die Wahl mehrerer kleiner Fenster für die bereits bestehenden Öffnungen entsprach der Logik des Umbaus und gewährleistet einen optimalen Lichteinfall. In die bestehenden Öffnungen wurden neue, Velux Dachfenster mit passender Verschattung integriert, die neben der Versorgung mit Tageslicht auch eine gezielte, natürliche Belüftung sicherstellen. Die installierten Oberlichter sind zudem elektrisch und verfügen über eine Automatik. 

Neben den Velux Dachfenstern tragen auch die alten Gauben zur Lichtgestaltung bei. Der Dachstuhl wurde von innen gedämmt, sodass die Lukarnen hinter schrägen Fenstern sichtbar bleiben. «Das grosse Potenzial des Dachbodens aufgrund des natürlichen Lichteinfalls macht das Arbeiten unter dem Lichtdom zum eindrücklichen Erlebnis», so Daniel Tschudy, Architect Consultant bei Velux Schweiz. Die Abdeckung der Innendämmung besteht dabei aus roh belassenen Dreischichtplatten aus Fichte mit verglasten Aussparungen für die Dachgauben. Dieses simple System zur Gegengewichtung der öffenbaren Flügel wurde von Vécsey*Schmidt Architekt*innen und dem ausführenden Unternehmen entwickelt. Das Pfarrhaus Elisabethen stellt eine raffinierte und stilvolle Einheit aus alt und neu dar, was durch die grosszügigen Verglasungen und den dadurch erzeugten gleichmässigen Lichteinfall unterstrichen wird. 

Aufstockung Wasserstrasse 
Das im 19. Jahrhundert erbaute Mehrfamilienhaus im St. Johann-Quartier wurde um drei Geschosse aufgestockt. Zwei beheizte Wohngeschosse werden von einem unbeheizten, nutzungsoffenen Dachraum gekrönt. «Mit jeder Treppenstufe wirken die Räume offener und heller. Das oberste, lichtdurchflutete Wohngeschoss überzeugt trotz geringer Masse durch clevere Lösungen wie Kaminlüftung und Nachtauskühlung und sorgt so für ein besonders gutes Raumklima.», beschreibt Daniel Tschudy das Gebäude. Die Struktur der Aufstockung in Holzbauweise bezieht sich auf den Bestand, wobei die Räume mit zunehmender Geschosszahl offener werden. Die Materialisierung, die aus sichtbelassenen Holzwänden und -decken sowie einem geschliffenen Anhydritboden besteht, ist robust und langlebig. Die acht Dachfenster im Metalldach bilden die Lage der Sparren ab. Der unbeheizte Dachraum funktioniert als nutzungsoffener Bonusraum und thermischer Klimapuffer. Der Raum ist ein Experiment und ein Statement für eine Architektur der Nutzungsoffenheit: wie er genutzt wird, ist offen, kann sich ändern und adaptieren. 

Lysbüchel – Wohnbau Feld 4 
Der genossenschaftliche Wohnungsbau ist Teil des 2022 entstandenen Blockrands auf dem Lysbüchel Areal. Typologisch offeriert das Haus mit neun wandelbaren Wohneinheiten die Bandbreite von Studio- bis zu 5.5-Zimmerwohnungen. Damit wurden Räume für ein kollektives Wohnen mit einem intensiven, nachbarschaftlichen Miteinander im Sinne einer familiären Hausgemeinschaft geschafft. Das Architekturbüro MAS Studio und die Genossenschaftler:innen pflegten während der gesamten Planungs- und Ausführungsphase einen engen Austausch, in dem eine auf die Hausgrösse angemessene Individualisierung für den Ausbau entwickelt wurde. 

Zu beiden Fassaden hin orientiert befinden sich die Wohn- und Schlafräume. Eine überlegte Planung stellt grosse Flexibilität und Wandelbarkeit sicher. Daniel Tschudy lobt am Projekt insbesondere das raffinierte Schnittmuster: «Normalhohe Geschosse wirken durch intelligente Schnittmuster überhoch, lichtdurchflutet und gestatten damit ein sehr gutes Innenraumklima.» In den Betonwänden wurden Aussparungen für mögliche Türen angelegt und die Trennwände orthogonal zur Aussenwand sind als Leichtbauwände erstellt, so dass Türen und Umbauen kleinere Eingriffe darstellen. Auch haustechnisch sind die Anpassungen vorausschauend geplant. Die Lüftungsanlage ist als einfache Abluftanlage mit Limodoren und Nachströmöffnungen in den Fassaden realisiert. 

Das Gebäude wurde im Kern als effizienter Massivbau realisiert, der in der Fassade und dem Dach durch eine Hülle als Holzkonstruktion geschlossen wurde. In der Aussenerscheinung knüpft das Gebäude konzeptionell an die ehemalige Nutzung als Industrie- und Gewerbestandort des St. Johann Quartiers an. Im Innenraum wurde auf eine helle, natürliche und freundliche Atmosphäre geachtet. Die Decken und Wände sind verputzt und weiss gestrichen, der Boden ist als geschliffener Anhydridestrich ausgeführt. 

1 Statistics | Eurostat (europa.eu)

Über die Velux Schweiz AG

Die Velux Schweiz AG mit Sitz in Aarburg ist ein Unternehmen der internationalen Velux Gruppe. Der weltweit grösste Hersteller von Dachfenstern verfolgt die Vision, mit Hilfe von Tageslicht und frischer Luft bessere Lebensbedingungen unter dem Dach zu schaffen. International ist die Gruppe mit ca. 12.500 Mitarbeiter:innen in rund 40 Ländern vertreten. Neben Dachfenstern und vielfältigen Dachfensterlösungen für geneigte und flache Dächer umfasst die Produktpalette unter anderem Sonnenschutz-, sowie Hitzeschutz- und Zubehörprodukte für den Fenstereinbau. Smart-Home-Lösungen und automatisierte Systeme tragen zu einem gesunden Raumklima bei und steigern den Wohnkomfort. Mit Velux Commercial bietet ein eigener Unternehmensbereich Tageslicht-Lösungen speziell für gewerbliche, öffentliche und industrielle Gebäude. 

Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die Velux Gruppe verpflichtet, zukünftige CO2-Emissionen im Einklang mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Klimaschutz-Abkommens deutlich zu reduzieren und bis 2041 „lebenslang klimaneutral“ zu werden. Dies realisiert sie gemeinsam mit dem WWF durch Waldprojekte, die alle seit Gründung im Jahr 1941 verursachten CO2-Emissionen binden werden. 

Weitere Informationen unter www.velux.ch 

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