01
Januar
2017
|
12:43
Europe/Amsterdam

In altem Bauernhaus entstehen lichtdurchflutete Räume

Zusammenfassung

Pfäffikon ZH, Januar 2017: Traditionelle Bauernhäuser haben enorme Raumressourcen und damit grosses Potenzial für neuen Wohnraum. Mit einer Optimierung der Gebäudehülle und einer geschickten Tageslichtführung entstehen einzigartige Räume.

Das Haus Rütschbergstrasse befindet sich mitten im gut erhaltenen Ortskern der Gemeinde Pfäffikon ZH. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und gehörte ursprünglich zu einem landwirtschaftlichen Betrieb. Allerdings diente das Haus schon seit längerem nicht mehr seinem ursprünglichen Zweck, sondern wurde als Lager verwendet. Unter dem Giebel eines grossen Satteldachs versammelte sich ein fünfgeschossiger Wohn- und Wirtschaftsteil mit einem grossen Tenn über dem gemauerten Stall. Nach Osten wurde das Bauvolumen durch einen Schopf mit Schleppdach abgeschlossen.

Als die jetzigen Besitzer die Liegenschaft für sich übernahmen, war für sie klar: Das Haus im Ortskern sollte nicht ersetzt, sondern nach ihren Bedürfnissen umgewandelt werden. Sie fanden in Architekt Theo Wälty einen erfahrenen Baufachmann, der sich bei ähnlichen Aufgaben einen grossen Erfahrungsschatz aneignen konnte. In enger Zusammenarbeit mit seinen Auftraggebern, dem lokalen Ortsbildschutz und bewährten Partnern wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet und realisiert.

 

Bewahren und ergänzen

Nach der Sanierung unterscheidet sich das Haus nur wenig von seinem bisherigen äusseren Zustand: Die Gebäudekubatur stellt sich unverändert dar, erst auf den zweiten Blick lassen sich die Eingriffe des Architekten erkennen. Allerdings sind die Eingriffe im Inneren des Gebäudes umso spürbarer. Im „alten“ und „neuen“ Wohnteil schuf Theo Wälty mit der Neuauslegung von Räumen und dem Einbezug des gesamten Dachraumes eine neue Grosszügigkeit ohne den Charakter des Gebäudes komplett zu verändern. Wo immer möglich wurden Konstruktion und bestehende Bauteile erhalten.

Die Gebäudehülle wurde durch eine Strategie des „Aufdoppelns“ so gedämmt, dass alle gängigen Wärmeschutz-Anforderungen erfüllt werden konnten ohne den Ortsbildschutz visuell zu beeinträchtigen. Die Massivbauteile versah man mit einer diffusionsoffenen, verputzten und weiss gestrichenen Aussendämmung – teils wurde sie aufgespritzt, teils als Platten verlegt.

 

Raumklima und Tageslichtführung

Auf Diffusionsoffenheit wurde auch bei den anderen Teilen der Gebäudehülle geachtet; die Kammern, hinter den sägerohen Holzschalungen und der neuen Konstruktion über den alten Dachsparren, wurden mit Dämmstoff ausgeblasen. Im Bereich der Aufschieblinge des Sparrendachs wurde ebenfalls eine elegante und unsichtbare Lösung für den Übergang der Dämmebene zwischen Dach und Wand gefunden, so dass das Bild des Baus innen wie aussen stimmig blieb.

Ein zentraler Punkt für das räumliche Konzept war die Versorgung des Dachraums mit Tageslicht. Hier konnte der Architekt, wie schon bei früheren Projekten, auf die Produkte von Velux zurückgreifen, die eine angemessen diskrete Lösung zulassen bei gleichzeitig hervorragenden Dämmwerten und unkomplizierten Einbau für den Unternehmer.

Neben den punktuellen Öffnungen ordnete Theo Wälty auch eine ganze Kaskade von Dachflächenfenstern an, die nun das Wohnzimmer in hellem Licht erstrahlen lassen. Im neuem Wohn-Dachgeschoss ergänzen sogenannte «CABRIO»-Fenster, kleine Mini-Balkone, die Öffnungen und ermöglichen einen freien Blick in die Landschaft. So wandert mit dem Fortschreiten des Tages das Licht langsam durch die Wohnung und macht die verschiedenen Tages- und die Jahreszeiten auch im Innenraum erlebbar.

 

Projekt

Sanierung/Erweiterung historisches Bauernhaus

Bauherr

privat

Architektur

Theo Wälty

Standort

Rütschbergstrasse 11, Pfäffikon ZH

Produkt

VELUX CABRIO®-Dachfenster

VELUX Schwingflügelfenster